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Zuletzt angepasst am 12.10.2020

med. Wörterbuch

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Glossare

Begriff Definition
Thorakoskopie

Untersuchung der Pleurahöhle mit einem Spezialendoskop (Thorakoskop) u. der Möglichkeit zur Entnahme von Gewebe (Biopsie) für histol., zytol. u. bakteriol. Untersuchungen u. zur Durchführung kleinerer Operationen an Lunge u. Pleura

Thorax

Brustkorb; fassförmiger Thorax bei Lungenemphysem, inf. starrer Erweiterung durch Rippenknorpelveränderungen

Thoraxdrainage

Ableitung von Blut, Körpersekreten oder Luft aus der Pleurahöhle über ein Schlauchsystem. Eine P. wird z. B. bei einem Pneumothorax oder Pleuraerguss durchgeführt. Meist werden Systeme verwendet, die auf dem Prinzip der Saugdrainage beruhen (angewendet z. B. bei der Bülau-Drainage): Zur Ableitung wird mittels Sog ein Unterdruck in der Pleurahöhle erzeugt. In örtlicher Betäubung wird ein kleiner Schnitt in die Brustwand gemacht, durch diesen wird ein Drainageschlauch in die Pleurahöhle eingeführt und an der Brustwand festgenäht. Der Schlauch wird an ein Absaugsystem angeschlossen. Der Unterdruck wird dem jeweiligen Krankheitsbild angepasst, wovon auch die Liegedauer der Drainage abhängt

Thyreoditis

Schilddrüsenentzündung

Totimpfstoff

Impfstoff, der abgetötete Viren oder Bakterien oder Bestandteile von Erregern enthält

Tracheobronchitis

Entzündung von Luftröhre u. grossen Bronchien, meist im Rahmen eines grippalen Infekts

Tracheostomie zur Beatmung?

Tracheostomie: Künstliche Öffnung der Luftröhre nach aussen durch Tracheotomie (Luftröhrenschnitt)

Transösophageale Echokardiographie (TEE)

Die transösophageale Echokardiographie (TEE) ist eine Ultraschall-Untersuchung des Herzens, die nicht von aussen (transthorakale Echokardiographie), sondern durch die Speiseröhre durchgeführt wird. Umgangssprachlich wird sie auch als Schluck-Echo bezeichnet. "Trans" bedeutet "durch", "Ösophagus" steht für "Speiseröhre" und "Echokardiographie" heisst Herz-Ultraschall

Transplantation

Übertragung von Zellen, Geweben oder Organen auf ein anderes Individuum

Tremor

Händezittern

Tröpfcheninfektion

Infektionsweg bei dem erregerhaltige kleinste Tröpfchen z.B. beim Husten und Niesen von Kranken übertragen werden

Truncus pulmonalis

gemeinsamer Stamm der Lungenarterien; reicht von der re. Herzkammer bis zur Aufzweigung in die A. pulmonalis dextra u. sinistra

Trypsin

Eiweissspaltendes Ferment

Tuberkulose

Abkürzungen: Tb., Tbk., Tbc; weltweit verbreitete bakt. Infektionskrankheit, die chron. verläuft und vor allem in den Atemorganen lokalisiert ist, jedoch grundsätzlich alle Organe befallen kann

Uhrglasnägel

sog. hippokratische Nägel; grosse, gewölbte Nägel, oft in Komb. mit Trommelschlegelfingern*; Vork.: z.B. bei Lungenfibrose, Bronchiektasen, Lungentuberkulose, Bronchialkarzinom, zyanotischen Herzfehlern

Ultraschall

Schwingungen mit einer Frequenz von 20kHz bis 10GHz (oberh. der menschl. Hörgrenze); wird diagn. zur Sichtbarmachung von Körperstrukturen unterschiedl. Dichte genutzt oder therap. bei Erkrankung des Bewegungsapparats, insbes. posttraumat. Veränderungen u. rheumat. Erkrankungen, angewendet. Bei zu hoher Dosierung kann es durch Wärmeentwicklung zu Gewebeschäden kommen

Uveitis

Entzündung des Augeninneren

Vakazine

Impfstoff aus lebenden, attenuierten (d.h. in ihrer Virulenz abgeschwächten) bzw. inaktivierten Krankheitserregern od. aus inaktivierten (entgifteten) Toxinen bzw. Toxoiden von Erregern od. Teilstücken der Oberflächenstruktur von Erregern

Vasculitis

Gefässentzündung

Ventilation

Atmung

Ventilation, alveoläre

Effektive Ventilation des Alveolarraums, normal ca. 4000ml/min; entspricht bei homogener Belüftung der Lungen dem Atemzugvolumen minus dem (anatomischen) Totraum multipliziert mit der Atemfrequenz. Bei Ventilationsstörungen ist die Ermittlung der a.V. nur unter Bezug auf den art. CO2-Partialdruck möglich

Ventrikel

Der Fachterminus Ventrikel (lat. Ventriculus, m. = kleiner Bauch) wird in der Medizin für verschiedene Organteile, die einen Hohlraum = Kammer/eine Ausbuchtung bilden, verwandt:
Ventriculus cordis = Herzkammer (rechte und linke Herzkammer), Ventriculus cerebri = Gehirnkammer oder Hirnventrikel

Verschwartung

Abheilung eines Pleuraergusses od. Pleuraempyems unter Bildung einer Schwarte

Virulenz

Giftigkeit

Viruspneumonie

durch Viren hervorgerufene Lungenentzündung

Wabenlunge

Zystenlunge; Ersatz normalen Lungengewebes durch dünn-wandige Hohlräume (einkammerige u. multiple Zysten); Urs.: kongenitale Anomalie, häufiger auch Folgezustand versch. interstitieller Lungenerkrankungen (vgl. Lungenfibrose, Lymphangioleiomyomatose). Sekundärinfektionen führen zu narbiger Schrumpfung des Lungengewebes mit Überlastung des re. Herzens u. den entspr. Folgezuständen (Cor* pulmonale). Einzelzysten ohne klin. Sympt. (oft röntg. Zufallsbefund). Diagn.: charakte

Weaning

Als weaning wird die Phase der Entwöhnung eines beatmeten Patienten vom Beatmungsgerät bezeichnet, somit einer maschinellen Atemunterstützung, die zumeist im Rahmen der Intensivmedizin auf einer Intensivstation stattfindet

Wetterfühligkeit

Meteoropathie; gesteigerte Reaktionsbereitschaft auf die Veränderung atmosphär. Einflüsse wie Luftdruck, Temp., Feuchtigkeit bzw. auf bes. Klimasituationen; Sympt.: Konzentrationsstörungen, Stimmungslabilität, allg. Unwohlsein, Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerz, Angst; geschätzte Häufigkeit: bei ca. 30% der mitteleuropäischen Bevölkerung auftretend; bes. betroffen sind Personen mit Kreislaufstörungen

zentrale Obstruktion

Verengung der grossen Atemwege (Luftröhre, Hauptbronchien etc.) ist bei der COPD eher nicht relevant. Hier kommen eher Tumor oder oder andere Veränderungen als Ursache in Betracht

Zwerchfellhochstand

Ein- od. beidseitige Anhebung des Zwerchfells; einseitig bei Erkr. der Lunge (Pneumonie, Infarkt, Atelektase) od. der Pleura (Pleuritis, Zwerchfellrelaxation, -parese, -paralyse); rechtsseitig bei Lebervergrösserung (Zirrhose, Abszess, Metastasen), Chilaiditi-Syndrom; linksseitig bei Gasblähung des Magens bzw. der linken Kolonflexur, Milzvergrösserung (Leukämie, Zyste); bds. bei intraabdomin