Bisherige Besucher: 5619494

Zuletzt angepasst am 12.10.2020

med. Wörterbuch

med. Wörterbuch

Glossar nach Einträgen durchsuchen

Glossare

Begriff Definition
Sarkoidose

Die Sarkoidose ist eine entzündliche Allgemeinerkrankung, die alle Organe betreffen kann und deren Ursache bislang unbekannt ist. Historisch bedingt waren früher verschiedene Bezeichnungen im Gebrauch, etwa Morbus Boeck/Besnier-Schaumann, Löfgren Syndrom für die akute Verlaufsform oder Morbus Jüngling für die Knochenbeteiligung. Bei der Sarkoidose kommt es zur Bildung von mikroskopisch kleinen Bindegewebsknötchen, sog. Granulomen. Diese können sich überall im Körper bilden und dann zu Störungen der jeweiligen Organfunktionen führen

Schimmelpilz-Mykosen

Vorkommen vor allem als Meningitis, Pneumonie, Bronchitis (Asthma Bronchiale)

Schlafapnoe

Aussetzen der Atmung von mehr als 10 Sekunden während des Schlafs, tritt anfallsweise auf

Schnupfen

Rhinitis

Schocklunge

Bezeichnung für eingeschränkte pulmonale Mikrozirkulation mit respiratorischer Insuffizienz bei Schock

Schüttelfrost

Kältegefühl, das mit Zittern des ganzen Körpers einhergeht; bewirkt eine schnell steigende Körpertemperatur. Vergleiche Fieber

Screening

Reihen- oder Siebtest Untersuchung, Untersuchung einer ganzen Gruppe von Menschen

Sekundär-Infektion

Infektion eines bereits von einem (Mikro-)Parasiten befallenen Organismus, wobei dem zweiten Erreger der Weg und die Ansiedlungsmöglichkeit durch den ersten vorbereitet wurde

Sekundenkapazität

Abkürzung FEV1;
1. absolute S.: Gasvolumen (in Liter), das nach einer max. mögl. Inspiration in einer Sekunde max. ausgeatmet werden kann (sog. Tiffeneau-Test);
2. relative S.: absolute S. im Verhältnis zur Vitalkapazität der Lunge; normal ca. 80%; erniedrigt bei obstruktiven, evtl. erhöht bei restriktiven Ventilationsstörungen

Sensibilisierung

1. (immun.) durch Kontakt mit einem Antigen induzierte (primäre), bei erneutem Antigenkontakt verstärkte (sekundäre) Immunantwort* bzw. Überempfindlichkeitsreaktion (Allergie*) eines Organismus; vgl. Immunität;
2. (serol.) Beladung von Zellen mit gegen sie gerichteten Antikörpern

Shunt

Als Shunt wird in der Medizin eine Kurzschlussverbindung mit Blutübertritt zwischen Blutgefäss">Blutgefässen bzw. Herzkammern bezeichnet.
Shunt als Fehlbildung. Klinisch bedeutsam sind solche Kurzschlussverbindungen bei angeborenen Herzfehlern oder bei anderen Entwicklungsstörungen wie z.B. Persitierender Ductus venosus oder Persistierender Ductus arteriosus).In der Kardiologie wird unterschieden zwischen einem Rechts-Links-Shunt, bei dem aufgrund eines Herzfehlers Blut aus der rechten in die linke Herzhälfte übertritt, und einem Links-Rechts-Shunt bei dem aufgrund eines Herzfehlers Blut aus der linken Herzhälfte in die rechte übertritt. Folge einer Shunt-Umkehr von links-rechts zu rechts-links bei einem angeborenen Herzfehler ist die Eisenmenger-Reaktion.Bei angeborenen Herzfehlern wird ein künstlicher Shunt zwischen arteriellem und venösem Kreislauf angelegt um die Sauerstoffversorgung des Patienten zu verbessern. Der klassische Shunt ist die Blalock-Taussig-Anastomose. In vielen Fällen wird dieser Shunt im Rahmen einer Korrekturoperation des Herzfehlers wieder entfernt

Silikose

Quarzstaublunge; durch Inhalation alveolengängigen, kieselsäurehaltigen Staubs v.a. bei Bergleuten, Steinmetzen, Porzellan- u. Glasarbeitern, Sandstrahlern, Giessereiarbeitern u. Industrieofenmaurern; meist chron. Verlauf in Abhängigkeit von fibrogener Potenz des inhalierten Staubs, Expositionsdauer- u. -intensität mit Entw. bindegewebiger Knötchen (Silikosegranulome) u. anderer fibrot. Veränderungen der Lunge, die terminal zum Cor* pulmonale führen

Sinubronchitits

Gleichzeitig oder in enger zeitlicher Folge auftretende Sinusitis und Bronchitis mit absteigendem, seltener auch aufsteigendem Infektionsweg; begünstigt die Chronifizierung der jeweiligen Grunderkrankung

Sole

Kochsalzhaltiges Mineralwasser mit einem NaCl-Gehalt von mindestens 1,4%; schwache Sole bis 3%, mittelstarke Sole bis 7%, sehr starke Sole bis 30% Salzgehalt

Spannungspneumothorax

Ein Sonderform des Pneumothorax; tritt auf, wenn ständig Luft in den Pleuraspalt eindringt, diesen aber nicht mehr verlassen kann. Ursache können bronchopleurale Fisteln sein. Dadurch dringt bei der Einatmung immer mehr Luft in den Pleuraraum ein, die bei Ausatmung aber nicht vollständig entfernt wird (Ventilwirkung). Der ständig zunehmende Druck lässt die Lungen unter der sich entwickelnden Spannung schnell kollabieren

Spirometer

Gerät zur Messung der Lungenfunktion. Die Auswertung gibt Anhaltspunkte für das Vorliegen z. B. einer Verengung der Atemwege beim Asthma

Spirometrie

Die Spirometrie ist ein Verfahren zur Lungen-Funktionsprüfung. Dabei werden Lungen- und Atemvolumina gemessen und graphisch im Spirogramm dargestellt

Spontanpneumothorax

Eine Form des Pneumothorax, bei der Luft ohne vorhergehendes Trauma in den Pleuraspalt gelangt. Der Spontanpneu. kann bei vorher gesunden Menschen mit einer leichten Lungenerkrankung auftreten und der durch die Ruptur einer kleinen Emphysemblase verursacht wird; meist handelt sich um grosse Männer unter 40 Jahren. Die Prognose ist sehr gut. Andere Fälle weisen eine Beziehung zu Veränderungen des Luftdrucks beim Tauchen oder Fliegen auf

Sputum

Auswurf

Sputum Untersuchung

Die Untersuchung von abgehustetem Bronchialsekret (Sputum)Die Untersuchung von Bronchialsekret (Sputum) ist häufig ein wichtiger Schritt, um eine richtige Diagnose zu stellen und eine Entscheidung für die richtige Behandlung treffen zu können. Die Untersuchung ist geeignet für die Diagnostik von hartnäckigen "normalen" bakteriellen Bronchitiserkrankungen, die Abgrenzung von Virusinfekten sowie für die Aufdeckung von TBC-Erkrankungen. Wenn die Untersuchung von Sputum gut gelingt, kann manchmal eine Bronchoskopie, die sonst für die Diagnose erforderlich wären, vermieden werden. Die Sputumproduktion ist morgens leichter und sollte ca. um 7:00 Uhr erfolgen, damit die Probe rechtzeitig zur Praxis und von dort weiter zum Labor transportiert werden kann. Die Gewinnung einer guten Probe ist für eine aussagekräftige Analyse unerlässlich

Stauungslunge

inf. chron. venöser Hyperämie u. pulmonaler Hypertonie bei dekompensierter Linksherzinsuffizienz (z.B. bei Mitralklappen-fehler) veränderte Lunge; Pathol./Anat.: pralle Füllung der Blutkapillaren, bei längerem Bestehen Vermehrung des Bindegewebes, Blutaustritt u. Hämosiderinablagerung (braune Stauungsinduration, Herzfehlerlunge, Lungenstarre); Folge: Erschwerung der Sauerstoffdiffusion mit Hypoxämie; Sympt.: Stauungsbronchitis mit Dyspnoe, Husten u. Herzfehlerzellen* im Sputum, feuchte nichtklingende, bei Induration auch klingende Rasselgeräusche, Zyanose, evtl. Asthma cardiale, Lungenödem u. Stauungserguss

Sternotomie

chirurgische Durchtrennung des Brustbeins. Sie wird als Zugangsweg für Eingriffe innerhalb der Brusthöhle, insbesondere am Herzen benötigt. Hierfür wird das Brustbein längs eröffnet und am Ende der Operation wieder mit Drähten verbunden

Steroidosteoporose

Nach langfristiger, hochdosierter Behandlung mit Kortikoiden auftretende Osteoporose mit schweren Veränderungen des Skeletts vor allem an der Wirbelsäule, an Rippen, Femur, Beckenskelett u. Schädel

Streptokokken

Bakterien der Familie Streptococcaceae

Swyer-James-Syndrom

Syndrom der einseitig hellen Lunge, unilaterales bzw. unilobäres Emphysem; Emphysem eines Lungenlappens od. -flügels, meist inf. einer in der Kindheit durchgemachten Bronchiolitis obliterans (s. Bronchiolitis); Sympt.: häufig gering, evtl. Dyspnoe u. rezidiv. respirator. Infekte