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Zuletzt angepasst am 12.10.2020

med. Wörterbuch

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Glossare

Begriff Definition
Hyposensibilisierung

Desensibilisierung Behandlungsverfahren bei allergischen Erkrankungen, das darauf abzielt, die Empfindlichkeit gegenüber Allergie-auslösenden Stoffen herabzusetzen. Dem Körper werden regelmässig kleine, langsam ansteigende Dosen des Allergens verabreicht. Dadurch soll ein Gewöhnungseffekt stattfinden, der den Körper nicht mehr unangemessen stark auf die Allergene reagieren lässt. Die Behandlungsdauer erstreckt sich über mehrere Monate bis zu drei Jahren und erzielt z. T. sehr gute Ergebnisse. Unter der Ärzteschaft gibt es sowohl ausgesprochene Anhänger dieser Behandlungsmethode, aber auch stark ablehnende Einstellungen, da die Nach- bzw. Nebenwirkungen z. T. gravierend sein können (z. B. anaphylaktischer Schock) und die Langzeiterfolge widersprüchlich sind

Hypoventilation

Minderbelüftung der Lunge mit unzureichender Sauerstoffversorgung

Hypoxämie

Sauerstoffmangel im Blut. Der statistische Normwert des Sauerstoffgehaltes ist abhängig von Alter, Geschlecht und im weitesten Sinne vom Körpergewicht.Sicher ist, dass eine Abnahme des Sauerstoffgehaltes unter PaO2= 60 mmHg zu einem Druckanstieg im kleinen Kreislauf führt. Daher ist der statistische Normwert bei Menschen mit extremem Übergewicht mitunter bereits als krankhaft anzusehen. Unabhängig von den individuellen Faktoren wird ein Sauerstoffgehalt im arteriellen Blut, niedriger als PaO2=50 mmHg, als schwere Hypoxämie betrachtet

Hypoxie

Verminderung des Sauerstoffpartialdrucks im arteriellen Blut (art. P0² <als 70mm/Hg), bzw. verminderte Sauerstoffversorgung im gesamten Organismus, oder bestimmten Körperregionen

Idiopathisch

ohne erkennbare Ursache entstanden, nicht nachgewiesen; in der Medizin oft gleichbedeutend mit essentiell

Immunabwehr

Fähigkeit des Organismus zur spezifischen Abwehr von Antigenen durch das Immunsystem

Immunsuppression

Unterdrückung bzw. Abschwächung der Immunabwehr, mit dem Ziel unerwünschte Immunreaktionen auszuschalten, z.B. bei Autoimmunerkrankungen und nach Transplantationen

Immunsuppressiva

Medikamente, welche die Immunabwehr unterdrücken. Sie werden nach Transplantationen zur Verhinderung von Abstossungsreaktionen und zur Erhaltung des transplantierten Organs eingesetzt. Da Immunsuppressiva auch die Abwehrreaktion gegen andere Fremdstoffe (Bakterien, Viren, Parasiten) unterdrücken, besteht eine erhöhte Infektionsgefahr

Inappetenz

fehlendes Verlangen z.B. nach Nahrung

Infarktpneumonie

Pneumonie (Lungenentzündung) in Folge Lungeninfarkts, meist als Pleuropneumonie

Infarktpneumonie / Pneumonie

(Lungenentzündung) in Folge Lungeninfarkts, meist als Pleuropneumonie

Infekt, grippaler

unspez. Sammelbezeichnung für fieberhafte Allgemeinerkrankung unterschiedlicher Ursache, meist mit mehr oder weniger starker Beteiligung der oberen Atemwege, oder seltener des Magen-Darmtrakts

Infiltrat

eine in das Körpergewebe eingedrungene oder eingebrachte Substanz, z.B. Blut, Exsudat, Zellen, Medikamente (z,B. Lokalanästhetika) auch Bezeichnung für den durch die Infiltration veränderten Gewebebezirk, z.B. Lungeninfiltrat

Influenza

Virusgrippe

Infusion

meist intravenöses Einbringen von Flüssigkeiten in den Körper über einen längeren Zeitraum

Inkubationszeit

Zeit zwischen der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen

Inkurabel

Unheilbar

Inspiration

Einatmung

Inspiratorische Kapazität

Lungenvolumen

Insuffienz, respiratorische

Störung der äusseren Atmung mit respiratorischer Partial- oder Globalinsuffizienz

Interkostal

Zwischen den Rippen liegend

Interkostalblockade

Temporäre Ausschaltung der Nervi Intercostales durch unterspritzen mit Lokalanästhetika

Interkostalneuralgie

Entzündung eines oder mehrerer Zwischenrippennerven

Intrakutan-Test

Bei diesem Allergie-Test werden die verdünnten Allergene mit einer feinen Kanüle in die tieferen Hautschichten gespritzt. Er wird nicht routinemässig angewendet, da er schmerzhafter ist als der Prick-Test und ein hohes Risiko von fälschlicherweise positiven Ergebnissen birgt. Hilfreich jedoch ist er bei der Testung von Insektengift und Penicillin sowie wenn der Prick-Test nicht zu eindeutigen Ergebnissen führt

Intrinsisches Asthma

Wenn sich durch Tests keine allergische Reaktion auf äussere Reize nachweisen lassen sprechen Mediziner vom intrinsischen Asthma. Hier reagieren die Bronchien ausschliesslich auf unspezifische Faktoren, wie Infekte, Rauchen, Stress oder körperliche Belastung, mit erhöhter Empfindlichkeit der Lungen

inversive Atmung

schnelle meist stossartige Atmung mit hoher Frequenz bei Verlegung der oberen Atemwege, Emporhebung des Zwerchfells bei der Einatmung und Senkung bei der Ausatmung. Akute Lebensbedrohung

Inzidens

Damit ist die Anzahl von Individuen gemeint die innerhalb einer bestimmten Zeit (meist ein Jahr) eine Krankheit entwickeln

Kachexie

Unter Kachexie versteht man eine krankhafte, sehr starke Abmagerung. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) versteht unter Kachexie einen Body Mass Index von unter 18

Kaliummangel

häufigste Form einer Elektrolytstörung mit Erniedrigung des Kaliums unter 3,5 mval/l meist in Kombination mit Alkalose (Störung des Säure-Basenhaushalts)

Kapazität, inspiratorische

Lungenvolumen