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Zuletzt angepasst am 07.05.2021

Therapien

Einleitung

Körperliches Training und Atemphysiotherapie sind bei Erkrankungen der Atmungsorgane eine unverzichtbare Komponente der Behandlung(1), insbesondere im Sinne einer Langzeittherapie (8). Bei COPD (Chronic Obstructive Pulmonary  Disease) sind die nützlichen Wirkungen vielfach wissenschaftlich nachgewiesen worden. Jeder Betroffene sollte die Möglichkeit haben, diese wichtigen Maßnahmen für sich zu nutzen.

Patienten mit Asthma und COPD sind chronisch krank. Sie bedürfen in der Regel einer lebenslangen Behandlung. Eine wirksame Behandlung mit Linderung von Beschwerden wie Husten, Atemnot oder Auswurf, Steigerung der  Lebensqualität und Zunahme der Lebenserwartung ist heute durch geeignete vorbeugende Maßnahmen (Verzicht auf das Tabakrauchen, Schutzimpfungen gegenüber Erkrankungen durch Grippeviren und Pneumokokken u.a.), eine individuell maßgeschneiderte medikamentöse Therapie sowie nicht medikamentöse Maßnahmen (z. B. körperliches Training) vorhanden.

Diese nicht-medikamentösen Therapiebausteine sind aufgrund der wissenschaftlichen Datenlage unverzichtbare Inhalte bei der Behandlung von Patienten mit einer Lungenerkrankung. Sie sollen - anfangs angeleitet von Therapeuten - mit der Zeit therapeutenunabhängig dem Betroffenen helfen, den Alltag bzw. die Belastungen des Alltags besser zu bewältigen und damit seine Lebensqualität erhalten oder sogar im Idealfall wieder steigern.

Die Ziele einer Langzeitsauerstoffbehandlung(LOT), d.h. der zusätzlichen Inhalation von Sauerstoff über möglichst viele, mindestens aber 15 Stunden pro Tag, für Patienten mit chronischen Lungenkrankheiten sind:
- Verbesserung der Lebensqualität
- Verbesserung der Leistungsfähigkeit
- Abnahme der krankheitsbedingten Einschränkungen
- Verbesserung der Lebenserwartung(bisher nur für die COPD belegt).