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Symptome und Diagnostik einer COPD mit oder ohne Lungenemphysem
Am Samstag, den 01. September 2018 wird von 9:00 - 17:00 Uhr in Hattingen/NRW im LWL Industriemuseum das 11. Symposium-Lunge stattfinden. Alle weiteren Informationen zu unserem Jahreskongress entnehmen Sie bitte den Kongresswebseiten auf unserer Homepage

Filmbeitrag, Fotostrecke und Nachbetrachtung - Symposium-Lunge 2017

 

10. Symposium - Lunge

Symptome und Diagnostik einer COPD mit oder ohne Lungenemphysem


Welche Beschwerden bei COPD auftreten und wie Ärzte die Krankheit erkennen und charakterisieren, wird Prof. Dr. med. Helmut Teschler, Ärztlicher Direktor des Westdeutschen Lungenzentrums Ruhrlandklinik am Universitätsklinikum Essen, in seinem Vortrag auf dem 10. Symposium Lunge am 2. September 2017 erläutern.

Kennzeichnende Beschwerden einer COPD sind chronischer Husten, gesteigerte Schleimbildung (Auswurf bzw. Sputum), Atemnot, Verengung der Atemwege und eingeschränkter Gasaustausch. COPD lässt sich als eine Krankheit definieren, die durch eine fortschreitende, auch nach der Gabe von Medikamenten (wie Bronchodilatatoren und/oder Corticosteroiden) nicht vollständig umkehrbare Atemwegsverengung auf der Basis einer chronischen Bronchitis und/ oder eines Lungenemphysems gekennzeichnet ist.

Eine chronische Bronchitis liegt dann vor, wenn Husten und Auswurf über wenigstens drei Monate in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Jahren bestehen. Demgegenüber besteht bei der chronisch-obstruktiven Bronchitis eine ständige Atemwegsverengung.

Das Lungenemphysem wird pathologisch-anatomisch definiert als eine nicht mehr umkehrbare Erweiterung und Zerstörung der Luftbläschen in den unteren Atemwegen. Mit Hilfe der Computertomographie des Brustkorbs (Thorax-CT) lässt sich erkennen, welcher Bereich in der Lunge von der Zerstörung am meisten betroffen ist und dementsprechend eine Charakterisierung des Emphysems vornehmen. Man unterscheidet das zentrilobuläre (zentroazinäre) Emphysem, panlobuläre (panazinäre), paraseptale Emphysem und das bullöse Lungenemphysem.

Zur Symptomatik der COPD gehören neben Atemnot (72,5%) und chronischem Husten (58,7%) mit Auswurf (63,6%) und ohne Auswurf (36,4%) auch eine verringerte Leistungsfähigkeit, hörbares Giemen (41,7%) sowie häufigere oder länger anhaltende bronchiale Infekte, im Spätstadium auch Gewichtsabnahme. Das Auftreten mindestens eines der genannten Symptome zusammen mit einem Risikofaktor (in der Regel Rauchen) begründet den Verdacht auf eine COPD und sollte Anlass zur gezielten Diagnostik sein.

Während die Basisdiagnostik der COPD meist durch den Hausarzt erfolgt, ist für die weiterführende Diagnose und Differentialdiagnose in der Regel ein Lungenfacharzt (Pneumologe) zuständig. Lungenfachärzte und Spezialkliniken verfügen über geeignete Untersuchungsmethoden und -Geräte, wie etwa die Ganzkörperplethysmographie (GKP) und die Diffusionskapazitätsmessung (DLCO oder TLCO), Spiroergometrie, 6-Minuten-Gehtest (6MWD).

Die Diagnose COPD richtet sich primär nach den Beschwerden des Patienten, in erster Linie aber nach den Ergebnissen der Lungenfunktionsprüfung. Der Schweregrad der Erkrankung wird anhand des FEV1-Werts (= forciertes exspiratorisches Volumen in einer Sekunde, auch „Einsekundenluft“ genannt) aus der Lungenfunktionsmessung bestimmt (dargestellt in Prozent vom Sollwert gemäß der sog. GOLD-Kriterien). Weitere wichtige Kriterien sind die krankheitsbezogene Lebensqualität anhand des CAT-Scores (CAT = COPD Assessment Test) und das Ausmaß der Atemnot (Dyspnoegrad 1-5 gemäß MRC-Skala).

Auch die Häufigkeit der schubweisen Verschlechterung (Exazerbation genannt) ist ein wichtiges Diagnose- und Prognosekriterium. Prognostisch bedeutsam ist dabei die Exazerbationsrate im zurückliegenden Jahr.


Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „Diagnostik bei obstruktiven Lungenerkrankungen“ herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Helmut Teschler, Ärztlicher Direktor des Westdeutschen Lungenzentrums Ruhrlandklinik am Universitätsklinikum Essen, auf dem 10. Symposium Lunge am Samstag, den 2. September 2016 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-org@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2017


Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 9 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 10. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

©Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland
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