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Raucherlunge - was bedeutet das eigentlich?
Am Samstag, den 07. September 2019 wird von 9:00 - 17:00 Uhr in Hattingen/NRW im LWL Industriemuseum das 12. Symposium-Lunge stattfinden. Alle weiteren Informationen zu unserem Jahreskongress entnehmen Sie bitte den Kongresswebseiten auf unserer Homepage

 

Filmbeitrag und Nachbetrachtung 11. Symposium-Lunge

Raucherlunge – was bedeutet das eigentlich?

Raucherlunge – was ist das eigentlich? Was gerne salopp als Raucherlunge bezeichnet wird, hat in der medizinischen Fachsprache einen Namen: COPD (chronic obstructive lung disease). Dahinter verbirgt sich eine länger bestehende Erkrankung der Atemwege, meistens eine Kombination von chronischer Bronchitis und Verengung der Bronchien. Als Folge davon sind die Lungenbläschen überbläht. Die Leistungsfähigkeit der Betroffenen nimmt stark ab, die Anfälligkeit für Infektionen steigt. Bronchialkarzinom. Oft bleibt der -> Lungenkrebs lange Zeit beschwerdefrei, dann stellen sich Brustschmerz, Husten (z.T. auch mit blutigem Auswurf), Gewichtsverlust, Mattigkeit, Lungenentzündung und andere Symptome ein.

Und wie entsteht eine Raucherlunge? In der Schleimhaut sorgen die Flimmerzellen dafür, dass eingeatmete Schmutzteilchen zusammen mit Schleim nach oben befördert und ausgehustet werden können. Rauchen aber zerstört diese Flimmerzellen. Die Folge: Der Schleimrückstau begünstigt die Ansiedlung von Keimen und die Entstehung von Entzündungen (Bronchitis).

Immer wiederkehrende Entzündungen lassen die Bronchienwände dicker werden. Diese Verengung und die Verstopfung durch vermehrten Schleim führt zur Ausweitung der Lungenbläschen (Emphysem). Das Atmen wird für die Betroffenen schwerer. Der Gasaustausch zwischen Atemluft und Blut wird behindert, der Sauerstoff im Blut wird dadurch weniger. Kurzatmigkeit und ein starker Husten mit Auswurf sind die Folgen. Auch Lungenentzündungen häufen sich. Im Spätstadium verfärben sich die Lippen blau.

Um das Ausmaß der Raucherlunge beurteilen zu können, ist eine Röntgenuntersuchung empfehlenswert. Besser noch ist eine Computertomographie, die schont den Patienten und erlaubt dem Arzt eine exakte Diagnose. Lungenfunktionsprüfung, EKG, Labortest der Blutwerte und Sputumkontrolle (Analyse des Auswurfs) stehen ebenfalls auf dem Untersuchungsprogramm.
Gestoppt werden kann die Erkrankung jedoch nur, wenn der Patient mit dem Rauchen aufhört. Das lohnt sich zu jeder Zeit und bringt – man staune – die Lungenfunktion sogar wieder auf das „normale“ Niveau eines Nichtrauchers!

© Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland
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