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COPD — Besonderheiten im Alter
Am Samstag, den 10. September 2016 wird von 9:00 - 17:00 Uhr in Hattingen/NRW im LWL Industriemuseum das 9. Symposium-Lunge stattfinden. Alle weiteren Informationen zu unserem Jahreskongress entnehmen Sie bitte den Kongresswebseiten auf unserer Homepage

COPD - Besonderheiten im Alter

Im Alter nimmt der Anteil der Patienten mit COPD (chronisch-obstruktive Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem) zu. Aber auch Lungenfibrose, Lungenkrebs und Lungenentzündungen treten häufiger auf. Während der Verlust an Lungenfunktion, gemessen am FEV1 Wert, lange Zeit als wesentliches Kriterium genutzt wurde, um den Schweregrad der Erkrankung COPD zu bestimmen, sind in den letzten Jahren andere Faktoren in den Mittelpunkt gerückt, die die Prognose der Erkrankung besser widerspiegeln. Die Häufigkeit von Exazerbationen (akute Verschlechterung, die eine Behandlung im Krankenhaus notwendig macht) spielt für den Verlauf eine große Rolle. Ein weiterer Faktor sind Begleiterkrankungen, die sich negativ auf die Lungenerkrankung auswirken.

Im Alter sind Exazerbationen schwerer und Begleiterkrankungen häufiger. Im Vergleich zu Menschen unter 65 Jahren steigt die Häufigkeit der Lungenentzündung ab dem 65ten Lebensjahr um das Vierfache an. Die Notwendigkeit einer Krankenhausbehandlung ist sogar um das Fünffache erhöht. Das Risiko, an der Lungenentzündung zu versterben, ist doppelt so hoch.

Neben Alterungsvorgängen der Lunge und des Immunsystems tragen zu dieser negativen Prognose auch typische Alters-Begleiterkrankungen wie Schlaganfall, Morbus Parkinson oder Herzschwäche bei. Die Alterung des Immunsystems wird als Immunseneszenz bezeichnet. Sie bewirkt, dass Infekte schwerer verlaufen. Das Erregerspektrum bei alternden Menschen unterscheidet sich von dem jüngerer Menschen, was bei der Auswahl der Antibiotika berücksichtigt werden muss. Impfungen gegen Grippe, gegen Keuchhusten und gegen Pneumokokken werden als Schutzmaßnahme empfohlen.

Im Zusammenhang mit Medikamenten, die ja meist für eine effektive Behandlung erforderlich sind, beobachtet man bei alternden Patienten zum einen ein zunehmendes Misstrauen gegenüber Arznei im Allgemeinen und zum anderen aber auch vermehrte alters-typische Nebenwirkungen. Wie dies bei der Therapie berücksichtigt werden sollte, wird Frau Prof. Lang näher erläutern.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. Susanne Lang, Chefärztin im SRH Wald-Klinikum Gera, auf dem 7. Symposium Lunge am Samstag, den 13. September 2014 in Hattingen von 15:00 - 15:25 Uhr.