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Definition der COPD im Jahre 2014
Am Samstag, den 02. September 2017 wird von 9:00 - 17:00 Uhr in Hattingen/NRW im LWL Industriemuseum das10. Symposium-Lunge stattfinden. Alle weiteren Informationen zu unserem Jahreskongress entnehmen Sie bitte den Kongresswebseiten auf unserer Homepage

Definition der COPD im Jahre 2014

COPD ist eine aus dem Englischen übernommene Abkürzung für chronic obstructive pulmonary disease und bezeichnet eine chronisch-obstruktive Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem. Obstruktiv steht für eine Verengung der Atemwege - beide Krankheitsbilder sind nämlich dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom vor allem beim Ausatmen behindert ist. Typische Symptome sind Husten, vermehrter Auswurf und Atemnot bei Belastung, später auch in Ruhe. Umgangssprachliche Bezeichnungen sind Raucherlunge für die COPD und Raucherhusten für das Hauptsymptom.

Nach Einschätzung von Experten im Jahre 2014 ist die COPD eine häufige, vermeidbare und behandelbare Erkrankung. Sie ist charakterisiert durch eine fortwährende Einengung der Atemwege mit Behinderung des Atemstroms, die gewöhnlich fortschreitet und verbunden ist mit einem verstärkten Entzündungsprozess in Atemwegen und Lungengewebe als Reaktion auf schädliche Partikel und Gase, die eingeatmet werden – vor allem aber durch Rauchen. Schübe bzw. Verschlechterungen der Krankheit (Exazerbationen) und Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) tragen maßgeblich bei zu der individuellen Schwere der COPD bei individuellen Patienten.

Die Diagnose einer COPD richtet sich nach den Beschwerden des Patienten, in erster Linie aber nach den Ergebnissen der Lungenfunktionsprüfung. Da eine höhere Exazerbationsrate in der Vergangenheit mit einem höheren Risiko in der Zukunft vergesellschaftet ist, wird für die Zuordnung der Schweregrade außerdem die Exazerbationsrate im zurückliegenden Jahr herangezogen. Des Weiteren wird die krankheitsbezogene Lebensqualität (anhand des CAT-Scores aus dem COPD Assessment Test oder anhand des Ausmaßes der Atemnot bzw. des Dyspnoegrads gemäß MRC-Skala) berücksichtigt.

Mit Hilfe dieser neuen Schweregrad-Einteilung kann die Komplexität des Krankheitsbildes COPD besser erfasst werden. Insbesondere ist davon auszugehen, dass das Therapiekonzept bei COPD unter Berücksichtigung der Lebensqualität und der körperlichen Leistungsfähigkeit individueller gestaltet werden kann.

Quelle: Vortrag von Prof. Helmut Teschler, Facharzt für Innere Medizin, Lungen- und Bronchialheilkunde, Allergologie, Schlafmedizin sowie Chefarzt der Pneumologie Ruhrlandklinik - Westdeutsches Lungenzentrum am Universitätsklinikum Essen, auf dem 7. Symposium Lunge am Samstag, den 13. September 2014 in Hattingen von 10:40 - 11:15 Uhr.


Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge 2014
Jens Lingemann
symposium-org@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959