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Zuletzt angepasst am 12.10.2020

med. Wörterbuch

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Glossare

Begriff Definition
Dyspnoe

Dyspnoe wird eine als unangenehm empfundene, erschwerte Atemtätigkeit bezeichnet, wobei Ursachen, Wahrnehmung und Folgen dieses Symptoms sehr unterschiedlich sein können. Treten solche Beschwerden nur unter Belastung auf, handelt es sich um eine Belastungsdyspnoe, wird schon das Sprechen zur Belastung, um eine Sprechdyspnoe. Kommt es schon in Ruhe zu einer erschwerten Atmung, wird von einer Ruhedyspnoe gesprochen. Bei einer Orthopnoe kann die bestehende Ruhedyspnoe nur durch aufrechtes Sitzen und den Einsatz der Atemhilfsmuskulatur gebessert werden. Atemnot (Lufthunger) wird im Gegensatz dazu als Luftmangel mit akuter Lebensbedrohung erlebt, wobei der Begriff selbst schon auf die subjektive Erlebnisqualität verweist

Dystelektase

verminderter Luftgehalt eines Lungenbereichs als Vorstufe einer Atelektase, eines Lungenkollapses, wenig belüfteter Lungenabschnitt nachweisbar im Röntgenbild

Elastase

ist eine Serinprotease, die Amide (und damit auch Peptide und Proteine) und Ester unter Wasseraufnahme spaltet (hydrolysiert). Beim Menschen gibt es zwei Formen, die Pankreaselastase oder Elastase 1, produziert vom Pankreas, und die Leukozytenelastase oder Elastase 2, die in neutrophilen Granulozyten vorkommt. Pankreaselastase wird im Pankreas als inaktives Zymogen (Proelastase) produ-ziert und im Dünndarm durch Spaltung mit Trypsin zu dem Enzym Elastase aktiviert. Die Elastase ist im Menschen ein wichtiger Teil der Immunantwort auf pathologische gramnegative Keime in der Lunge, im Magen-Darm-Trakt, aber auch auf Wunden. Synthetisch konnten bisher nur wenige Hemmer des Proteins für den Einsatz bei schweren Lungenkrankheiten hergestellt werden

Elektrokardiogramm, EKG

ist die Registrierung der Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskel-fasern. Elektrokardiogramm heisst auf Deutsch Herzspannungskurve,gelegentlich wird es auch Herzschrift genannt. Jeder Kontraktion des Herzmuskels geht eine elektrische Erregung voraus, die im Normalfall vom Sinusknoten ausgeht und über das herzeigene Erregungsleitungssystem zu den Herzmuskelzellen läuft. Diese elektrischen Potenzialänderungen am Herzen kann man an der Körperoberfläche ableiten und im Zeitverlauf aufzeichnen. Es resultiert ein immer wiederkehrendes Bild der elektrischen Herzaktion. Mit dem EKG lassen sich vielfältige Aussagen zu Eigenschaften und Erkrankungen des Herzens treffen. Zu beachten ist, dass das Oberflächen-EKG nur die elektrische Aktivität des Herzmuskels anzeigt, nicht jedoch die tatsächliche Auswurfleistung widerspiegelt. Meist wird das EKG vom Arzt noch von Hand ausgemessen und visuell beurteilt, mittlerweile gibt es aber auch zunehmend verlässlichere Computerauswertungen

Elektrolyte

Elektrolytesind Stoffe, die in wässriger Lösung in der Lage sind, den elektrischen Strom zu leiten. Zu den Stoffen zählen neben Säuren und Basen auch die Salze. Die Verteilung dieser Stoffe im Körper bildet ein empfindliches Gleichgewicht, das man Elektrolythaushalt nennt. Zu den wichtigsten Elektrolyten gehören die positiv geladenen elektrischen Teilchen, die so genannten Kationen: Natrium / Kalium / Kalzium Magnesium = Definition folgt

Elektrolythaushalt

Elektrolyte sind Stoffe, die in wässriger Lösung in der Lage sind, den elektrischen Strom zu leiten. Zu den Stoffen zählen neben Säuren und Basen auch die Salze. Die Verteilung dieser Stoffe im Körper bildet ein empfindliches Gleichgewicht, das man Elektrolythaushalt nennt. Der Elektrolythaushalt kann durch verschiedene Erkrankungen teils lebensgefährlich gestört werden

Empfindlichkeitsasthma

Bronchialasthma, bei dem sich infolge Herabsetzung der Toleranzschwelle für unspezifische Reize ein "bronchiales Reizsyndrom" entwickelt, so dass sonst unterschwellige Reize wie z.B. atmosphärische Einflüsse, Kaltluft, Tabakrauch etc. asthmatische Atemerschwernis auslösen

Emphysem

vermehrter Luftgehalt der Lungen (nähere Infos unter Daten/Kranheitsbilder)

Emphysembronchitis

Entzündung der Schleimhaut der Bronchien in Verbindung mit Lungenblähung

Emphysemherz (siehe auch "cor pulmonale")

das im Röntgenbild schmale, langgestreckte "Steilherz" bei Zwerchfelltiefstand durch Lungenemphysem

Emphysemthorax

der erweiterte, starre, in Einatmungsstellung fixierte Brustkorb als - nicht obligate - Folge der Änderung der Atemmechanik bei chronischem Lungenemphysem; die inspiratorische Hebung der Rippen erfolgt bis zur Horizontalen (unter Vergrösserung des epigastrischen Winkels), die Zwischenrippenräume sind verbreitert, die Rückenkrümmung verstärkt, der Hals erscheint verkürzt. Als Extremform der Fassthorax

Empyem

bezeichnet man eine Ansammlung von Eiter in einer vorgeformten (meist natürlichen) Körperhöhle oder in einem Hohlorgan. Beispiele für Empyeme sind die Lungen- und Pleura-Empyem (Brust-Rippfell-Zwischenraum). Eiteran-sammlungen ohne vorgeformte Körperhöhle nennt man im Gegensatz dazu Abszess

Endoskopie

ist ein optisches Untersuchungsverfahren, bei dem Hohlorgane und Körperhöhlen mit einem Endoskop gespiegelt werden. Sie ist die genaueste Untersuchungs-möglichkeit, weil gleichzeitig und schmerzfrei Gewebeproben zur weiteren Analyse entnommen werden können. Mit dem Endoskop können auch minimal invasive chirurgische Eingriffe durchgeführt werden

Endothel

innere Zellauskleidung des Herzens sowie der Blut- und Lymphgefässe

Enzyme

Enzyme sind Eiweissmoleküle, die als Katalysatoren chemische Reaktionen beschleunigen. Enzyme sind für den Stoffwechsel unverzichtbar. Für verschiedene Ausgangsstoffe (Substrate) und verschiedene chemische Reaktionen gibt es verschiedene Enzyme. Enzyme finden sich in allen Zellen des Körpers, viele von ihnen sind spezifisch für ein Organsystem. Da sich die Enzyme in den Zellen befinden (bzw. dort zumindest produziert werden), treten sie bei Zell-schäden in das Blut über. Dort kann man dann erhöhte Enzymspiegel messen

Eosinophilie

Weisse Blutkörperchen, die sich mit dem Farbstoff Eosin anfärben. Eosinophile Granulozyten haben Bedeutung bei der Abwehr von Parasiten (Würmer, Läuse,..), bei bestimmten Allergien und bei Autoimmunerkrankungen. Ihre Vermehrung kann ein Hinweis auf diese Erkrankungen sein. Daneben sind sie aber auch noch bei vielen anderen Erkrankungen erhöht

Epidemiologie

ist jene wissenschaftliche Disziplin, die sich mit den Ursachen und Folgen sowie der Verbreitung von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen in Populationen beschäftigt

Epikutan-Test

(Läpphentest) Bei einem Epikutantest wird der Körper zu Reaktionen provoziert, die einer allergischen Reaktionen entsprechen (Provokationstest). Geprüft wird, ob eine Person gegen bestimmte Substanzen allergisch ist und welche Stoffe die Krankheit auslösen. Der Epikutantest (epikutan = "auf der Haut") erfolgt mit Hilfe von Hautpflastern, die verschiedene Substanzen enthalten. Der Test kann Sub-stanzen nachweisen, die eine Allergie auslösen (Allergene). Getestet werden in diesem Fall Allergene, die als Verursacher einer Kontaktallergie in Frage kommen. Eine allergische Reaktion liegt vor, wenn die Haut unter dem Pflaster mit einer Entzündung reagiert

Ergometrie

ist eine Methode, mit der die Möglichkeit besteht, physische Leistungen genau zu dosieren sowie jederzeit unter gleichen Bedingungen zu reproduzieren. Auf einem für den Patienten/Probanden abgestimmten Ergometer wird die individuelle körperliche Leistungsfähigkeit im Rahmen einer Leistungsdiagnostik per Stufen- oder Dauertest untersucht

Ergospirometrie

Bei der Ergospirometrie wird der Sportler langsam zunehmend belastet. Es handelt sich also um ein Rampenprotokoll. Begleitend werden die Atemgase über eine Maske gemessen, die Mund und Nase umschliesst und die über eine Messsonde mit der Raumluft verbunden ist. EKG, die Herzfrequenz (Puls) und der Blutdruck werden kontrolliert. Nach Abschluss der Untersuchung werden alle Daten in einem Computer zusammengeführt und ausgewertet

Eupnoe

normale Atmung (Klinik)

Eurotransplant

ist eine 1967 von Jon van Rood gegründete Stiftung mit Sitz in Leiden, Niederlande. Sie ist die Vermittlungsstelle für Organspenden in den Benelux-Ländern, Deutschland, Österreich, Slowenien und Kroatien. An der internationalen Zusammenarbeit dieser Länder sind alle Transplantationzentren, Gewebetypisierungslaboratorien und Krankenhäuser, in denen Organspenden durchgeführt werden, beteiligt

Evaluierungsuntersuchung

umfangreiche Voruntersuchung im Transplantationszentrum zur Abklärung der Voraussetzung zur Transplantation

Exazerbation

bedeutet "Verschlimmerung". Meist versteht man in der Medizin darunter den Ausbruch eines Krankheitsschubs bei chronischen, schubweise verlaufenden Erkrankungen. Ein gebräuchliches Synonym in der medizinischen Fachsprache ist daher auch "Schub". Gelegentlich spricht man auch von einer "akuten Exazerbation", wenn der Krankheitsschub plötzlich aufgetreten ist. "Exazerbation einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung" (COPD) bezeichnet eine oft durch Viren oder Bakterien bedingte Verschlechterung einer COPD mit Verfärbung des Auswurfs, Husten und Luftnot; auch "Infektexazerbation" genannt (die Leitkeime sind Haemophilus influenzae, Streptococcus pneumoniae und Moraxella catarrhalis)

Exitus letalis

tödlicher Ausgang einer Krankheit

Expektoration

Expektoration bezeichnet alle flüssigen und festen Stoffe, welche unter Räuspern oder Husten aus der Mundhöhle herausbefördert werden

Expiration

Ausatmung

Fahrradergometrie

Es handelt sich um einen Belastungstest des Herzens. 8-12 Minuten lang wird eine kontinuierlich erhöhte Belastung mit konstantem Tempo auf dem Fahrrad durchgeführt. Während der gesamten Zeit wird das EKG aufgezeichnet und regelmässig der Blutdruck gemessen. Hiermit kann in erster Linie eine auffällige Durchblutungsstörung des Herzens im EKG als mögliche Ursache von Brustschmerzen (Angina pectoris) nachgewiesen respektive ausgeschlossen werden. Ferner wird der Herzrhythmus unter Belastung analysiert. Die Untersuchung ist beispielsweise bei unklaren Schmerzen im Brustraum zu empfehlen

Feinnadelbiopsie

handelt es sich um ein Verfahren der Gewinnung von Zellen aus einem inneren Organ für eine mikroskopische Untersuchung zur Abklärung eines örtlichen Krebsverdachtes

Ferritin

auch Depoteisen, ist ein Protein, das in Tieren, Pflanzen und Bakterien vorkommt. In Tieren und Pflanzen funktioniert es als Speicherstoff für Eisen. Im Menschen kommt Ferritin hauptsächlich in der Leber, Milz und im Knochenmark vor